Tabletten gegen Vitiligo

Die weißen Flecken verursachen weder Schmerzen noch sind sie ansteckend. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird nicht eingeschränkt, trotzdem handelt es sich dabei um eine ernst zu nehmende Erkrankung, die das Leben von betroffenen begleiten und zum Negativen verändern kann. Wer sie einmal hat, versucht sie meist mit allen möglichen Mitteln wieder loszuwerden, was jedoch oftmals scheitert. Denn eine Therapie ist nur von Erfolg gekrönt, wenn sie über mehrere Monate lang durchgeführt wird. Schulmedizinische Mittel, die wirksam sind gibt es bislang kaum. Frei verkäufliche Präparate dagegen sind sehr oft überteuert, und die Wirksamkeit ist zweifelhaft. Gibt es eigentlich Tabletten gegen Vitiligo? Und wenn ja, welche? Und was bewirken sie im Organismus? Wir setzen uns mit der Thematik auseinander.

Welche Tabletten gegen Vitiligo gibt es?

Neben einigen unseriösen Angeboten im Internet finden Patienten vor allem homöopathische Tabletten. Es handelt sich dabei um die sogenannten schüssler Salze, die auf unterschiedlichste Weise gegen Vitiligo vorgehen. Das Mineral Kupferarsenit beispielsweise, regt die Pigmentierung stark an, während Kalium phosphoricum effektive entgiftende Wirkungen entfaltet.
Eine weitere Möglichkeit, die zwar nicht direkt auf das Krankheitsbild abzielt, sondern vielmehr dabei unterstützt, die Flecken unsichtbarer werden zu lassen, sind Pillen mit Beta-Carotin. Durch die Einnahme dieser wird nach und nach ein orange-brauner Teint auf der gesamten Haut gebildet, der den Kontrast verringern soll. Beta-Carotin kann bei dauerhafter Einnahme jedoch schädlich auf einige Organe wie die Niere wirken, daher ist diese Variante eher unbeliebt.

Was bringen Tabletten gegen Vitiligo?

Homöopathische Tabletten gegen Vitiligo sind ungefähr so effektiv wie andere Therapien. Es gibt Personen, deren Hautbild sich nach einer solchen deutlich verbessert und andere, bei denen sich kaum eine Veränderung einstellt. Dies ist natürlich von der Art des Mittels abhängig, aber ebenfalls von jedem Menschen. Denn die genetische Kodierung ist ein nicht unwesentlicher Faktor wenn es um die Pigmentierung und um autoimmune Störungen geht. Färbende Carotin-Kapseln dagegen bewirken einen dunkleren Teint, der jedoch bei sehr hellhäutigen Menschen leicht unnatürlich aussehen kann. Hier muss jeder den Nutzen und das Risiko für sich abwägen.

Tabletten gegen Vitiligo: Vorsicht geboten

Es gibt massenweise Billigprodukte, die aus gewöhnlichen Ölen zubereitet sind und stark überteuert verkauft werden. So sind 50 bis 70 Euro für eine 200 Milliliter Dose keine Seltenheit. Bei derartigen Preisen ist unbedingte Vorsicht geboten. Im besten Fall sollte ein Fachmann zurate gezogen werden. Eine Verschreibung durch einen Arzt ist aber die sicherste Methode, um Billigen und wirkungslosen oder schlimmstenfalls gar für die Gesundheit schädlichen Produkten aus dem Weg zu gehen.

Schüssler Salze: Die einzigen wirksamen Tabletten

Die einzigen Tabletten, die bislang legal von Privatpersonen gegen Vitiligo eingesetzt werden können, sind schüssler Salze. Wer sich für diese Methode interessiert, sollte die Vorgehensweise der Behandlung am besten mit einer erfahrenen Person aus der Homöopathie absprechen. Diese kann unter Umständen prüfen, ob es etwaige Mängel im Körper an verschiedenen Mineralstoffen geben könnte, und die richtigen und geeigneten Salze dann individuell auf den Patienten abgestimmt zusammenstellen. Die meisten Fachpersonen empfehlen entweder eine gute Kombination aus verschiedenen Stoffen oder einen einzelnen, der dann umso regelmäßiger eingenommen wird.

Vitiligo: Tabletten sind nicht die ultimative Lösung

Betroffene sollten ihre Hoffnung keineswegs vollständig auf die Einnahme von Tabletten setzen, wenn es um Vitiligo geht. Am besten ist es, das Problem als Ganzes zu verstehen und dementsprechend zu handeln. Die notwendigen Maßnahmen gehen von Bestrahlung bis hin zur Ernährung, mit einfachen Pillen ist daher in aller Regel nicht viel zu erreichen.