Vitiligo bei heller Haut

Meistens denkt man bei Vitiligo an scharf abgegrenzte Flecken, die sich vom übrigen gebräunten oder dunklem Teint abheben und sehr auffällig wirken. Es geht aber auch anders: Gerade in Mitteleuropa erkranken viele Menschen mit heller Haut an der Pigmentstörung. Die seelische Belastung ist hier aber nicht weniger stark, da die weißen Areale selbst hier oft gut zu sehen sind. Besonders in den Sommermonaten zeigen sie sich ausgeprägt, während sie im Winter kaum von der übrigen Hautoberfläche zu unterscheiden sind. Schuld daran ist die angestiegene Strahlung durch die Sonne, welche die Pigmentierung des gesunden Gewebes anregt und fördert.

Vitiligo: Helle Haut gut schützen

Menschen mit heller Haut sind generell anfälliger für einen Sonnenbrand oder Krebserkrankungen an diesem Organ. Eine Vitiligo kann diese Gefahr deutlich verstärken, daher ist in jedem Fall besondere Vorsicht angebracht. Ein Dermatologe kann Aufschluss über den eigenen Hauttyp geben, woraus sich anschließend die Eigenschutzzeit ergibt. Diese Eigenschutzzeit unter Strahlung sollte keineswegs überschritten werden. Weißfleckenkrankheit-Patienten ist zu empfehlen, dass sie darüber hinaus diese Eigenschutzzeit verkürzen. Trotzdem ist es gut, bei schönem Wetter möglichst oft, aber nicht zu lange raus zu gehen, da regelmäßige Einstrahlung die Repigmentierung anregen kann.

Die Bestrahlung von heller Haut

Bei anfänglich heller Haut kann es bei Bestrahlungstherapien zur Verdunkelung der gesunden Regionen kommen, was den Kontrast schärfer werden lassen kann. Es ist daher zu empfehlen, nur auf kürzere Einheiten zu setzen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit einer punktuellen, also sehr genauen Behandlung mit UV-Licht. Diese ist vor allem dann üblich, wenn eine Vitiligo noch nicht sehr weit vorangeschritten ist. Die Krankenkassen zahlen jedoch nur für die Behandlung der gesamten Oberfläche des Körpers. Hier kann es ratsam sein, auf Abdeckcremes zurückzugreifen, bis sich die natürliche Färbung wieder einstellt.

Der seelische Druck bei Vitiligo

Der seelische oder psychische Druck ist natürlich etwas geringer, wenn Vitiligo bei heller Haut auftritt. Grund ist vor allem, dass die Flecken bei ungebräuntem Teint nur bei näherer Betrachtung zu erkennen sind. Die Psyche leidet trotzdem, da sich betroffene nicht mehr in die Sonne trauen, Strandbesuche und Gänge ins Freibad vermeiden. Sozialer Rückzug und Isolation kann das langwierige Resultat sein. Darüber hinaus sinkt die Zufriedenheit und die Anfälligkeit für Depressionen steigt an. Diese enormen Belastungen können durch den regen Austausch mit anderen betroffenen abgemildert werden.

Vitiligo sollte auch bei heller Haut unbedingt behandelt werden

Die Behandlung einer Vitiligo ist auch bei heller Haut ratsam. Hier stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Die Bleichung der gesunden Flächen oder die Anregung der Pigmentzellen zum Wachstum, was für neue Farbe sorgt. Ersteres ist mit dem Risiko verbunden, dass die Zellen nach einiger Zeit wieder ihre Arbeit aufnehmen, und somit wieder braune Areale entstehen, diese können aber ebenfalls nachgebleicht werden. Beliebter dagegen ist es, die Repigmentierung durch bestimmte ganzheitliche Methoden zu erzielen. Das bedeutet: Neben der Bestrahlung kommt eine Umstellung der Ernährung und die Einnahme von homöopathischen Mitteln oder Vitaminen mit ins Spiel.

Resümee zu Vitiligo bei heller Haut

Helle Haut mildert den Druck bei Vitiligo zwar durch die niedrige Sichtbarkeit ab, wird von den betroffenen aber dennoch als störend empfunden. Die Krankheit ist leider mehr als nur ein kosmetischer Makel, und sollte daher therapiert werden.