Vitiligo: Die Blutwerte

Die Blutwerte sind bei Vitiligo oft ein Punkt, der zu wenig Beachtung und Aufmerksamkeit findet. Sie können Aufschluss darüber geben, was der Auslöser war oder ist, der zur Bildung der ersten weißen Flecken geführt hat. Darüber hinaus zeigen sie auf, welche Mängel vorliegen, ob die Ernährung zu einseitig ist oder ob andere Erkrankungen vorhanden sind. Anhand der ermittelten Daten kann sich außerdem eine optimale Strategie zur Behandlung ergeben. Wie das funktioniert? Indem Mangelerscheinungen, welche hier relevant sein könnten, durch bestimmte Maßnahmen wie der Zugabe von Vitaminen nachhaltig beseitigt werden.

Wie erfahre ich meine Blutwerte?

Der einfachste Weg, um die eigenen Blutwerte zu erhalten, ist ein Besuch beim Arzt. In der Regel ist eine solche Untersuchung kostenlos. Bei Vitiligo gehört die Blutabnahme ohnehin in vielen Praxen zur standardisierten Untersuchung. Bis du die endgültigen Ergebnisse schwarz auf weiß vor dir liegen hast, kann allerdings noch einige Zeit vergehen. Je nach Methode variiert dieser Zeitraum von einigen Tagen bis hin zu Monaten. Meistens muss ein erneuter Arzttermin ausgemacht werden, an dem dann die festgestellten Ergebnisse zusammen mit dem Arzt besprochen werden. Auch über entsprechende Abhilfe kann hier Auskunft gegeben werden.

Hausarzt oder Dermatologe bei Vitiligo?

Ein allgemeiner Hausarzt kennt sich in aller Regel nicht hinreichend mit weniger bekannten und verbreiteten Hauterkrankungen aus. Wenn es also um eine Therapie oder eine erste Diagnose geht, ist der Gang zum spezialisierten Dermatologen angebrachter. In einer allgemeinen Praxis dagegen bekommt man die Blutwerte erfahrungsgemäß etwas früher übermittelt, da die Vorgehensweise hier häufig routinierter ist. Es gilt also: Für die Blutabnahme ist der normale Doktor geeignet, für die Krankheit Vitiligo an sich aber vorzugsweise ein erfahrener Dermatologe. Es gibt weltweit zahlreiche spezialisierte Mediziner, die über enorme Kenntnisse verfügen und auf den ersten Blick erkennen, welches Problem vorliegt.

Das bringen die Blutwerte bei Vitiligo

Die Blutwerte sagen einige wichtige Dinge aus, die sich im Körper abspielen. Wer beispielsweise einen großen Mangel an Kupfer aufweist, pigmentiert auch unter Sonneneinstrahlung etwas langsamer. Dies ist ein guter Anhaltspunkt für eine Therapie: Das schüssler Salz Nummer 19 enthält Kupfer, das dem Körper mit Hilfe von kleine Tabletten zugeführt werden kann. Durch die langfristige Einnahme dieses Elements kann es zur Repigmentierung bei Vitiligo kommen. Genau so verhält es sich auch mit anderen Elementen, die im Körper vorkommen. Darunter befinden sich Vitamin D, Vitamin C, Eisen, Zink und viele weitere.

Ist ein Blutbild zwingend notwendig, um Vitiligo zu behandeln?

Ein umfassendes Bild von den Blutwerten ist keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Es kann aber durchaus unterstützende Vorteile mit sich bringen, wenn der Patient genau weiß, welche Stoffe sein Körper besonders benötigt. Nur wenige betroffene machen sich dieses versteckte Potenzial zu Nutze. Es kann umgekehrt aber auch der Fall sein, dass dem Körper nichts fehlt, und trotzdem Vitiligo vorliegt. Schuld ist dann meistens die eigene Genetik an den Flecken. Hier macht eine Orientierung an den herkömmlichen und gebräuchlichen Methoden eher Sinn.

Vitiligo und die Blutwerte: Ein Fazit

Da die Abnahme und Untersuchung von Blut für normale Patienten mit kaum Kosten verbunden sind, und nur wenig Zeit in Anspruch nehmen, ist die Anfertigung eines Blutbildes sinnvoll. Dies gilt übrigens in regelmäßigen Abständen auch für Personen, die nicht an Vitiligo leiden.