Vitiligo nach Verletzung

Viele Menschen bemerken nach einer Verletzung, dass sich die Haut nicht mehr wie gewohnt durch die Sonne bräunen lässt. Der Grund kann entweder einfach sein, oder aber es handelt sich hier tatsächlich um Vitiligo. Nach dem Verheilen einer Schnittwunde beispielsweise kann es durchaus einige Tage dauern, bis die Stelle wieder pigmentiert. Dies ist nicht untypisch, denn beim Zuwachsen der Wunde entsteht neue Haut. Verdächtig wird es dann, wenn die Farbe auch nach Wochen nicht zurückkehrt oder der Fleck seine Form ändert. Dabei kann er entweder wachsen, schrumpfen oder sich in die Länge ziehen. Wesentlich ist, dass er nach und nach ein anderes Aussehen bekommt.

Warum entsteht Vitiligo häufig nach Verletzungen?

Die Gründe, warum ein Fleck gerade nach einer Verletzung erscheint, oder die Krankheit nach einer solchen erstmals ausbricht, sind vielfältig und zum Teil noch ungeklärt. Vermutlich spielt es eine Rolle, dass die noch verhältnismäßig junge Haut sehr empfindlich ist und ähnlich wie bei einem Neugeborenen noch keinerlei dunkle Pigmentierung gebildet hat. Bleibt es bei dem einen Fleck, und breitet sich dieser nicht weiter aus, handelt es sich höchst wahrscheinlich um die Lokalisierte Form von Vitiligo. Je nach dem, auf welchem Körperteil sie sich befindet, kann der betroffene sie als mehr oder weniger störend empfinden.

Vitiligo: Verletzung bedeutet Stress

Jede Verletzung bedeutet oxidativen Stress für den Körper und die Haut. Dabei sind Schnittwunden genauso schädlich wie ein besonders schwerer Sonnenbrand, der nicht fachgerecht behandelt wurde. Die Folge ist eine traumatische Schädigung der Hautoberfläche. Die Zellen funktionieren nicht mehr richtig, und der Körper erkennt sie als Fremdstoffe an und beginnt damit, sie zu bekämpfen. Daraus resultiert in einigen Fällen schlussendlich eine Vitiligo, die entweder an einem Areal verbleibt oder sich immer weiter ausbreitet. Die Weißfleckenkrankheit entsteht also aus einer strukturellen Veränderung.

Verletzung der Haut bei Vitiligo möglichst vermeiden

Aber auch bei einer bestehenden Vitiligo können Verletzungen nachteilige Wirkungen haben. So könnten beispielsweise weitere frische Flecken entstehen, oder durch Sonnenbrände Schübe ausgelöst werden. Durch diese Schübe breiten sich die hellen Areale immer weiter aus, was insgesamt die Behandlung schwieriger macht. Die Weißfleckenkrankheit ist sehr anfällig für Verbrennungen, daher bemerken betroffene vor allem während der Sommermonate einen negativen Verlauf. Selbst Knochenbrüche oder Prellungen könnten sich letztendlich im Hautbild zeigen und den Zustand des Patienten wesentlich beeinflussen.

Wie schütze ich meine Haut?

Der wichtigste Punkt beim Thema Schutz ist es, der Haut nicht zu lange und zu starker UV-Strahlung auszusetzen. Denn Sonnenbrände sind ein stärkerer Risikofaktor für Vitiligo als etwaige Schnittverletzungen. Trotzdem empfiehlt sich, beim Benutzen scharfer Gegenstände wie Fleischmessern Handschuhe zu benutzen. Darüber hinaus sollte die Priorität darauf liegen, bereits bestehende Flecken vor Verletzungen zu schützen, da hier eine potenzielle Verschlimmerung nicht auszuschließen ist. Am häufigsten sind die Kniescheiben und die Ellenbogen von Schürfwunden betroffen.

Vitiligo und Verletzungen: Ein Risikofaktor

Verletzungen sind bei Vitiligo ein erhebliches Risiko, denn sie sind ein potenzieller Trigger. Das bedeutet, das Menschen, die bereits an ihr leiden oder betroffene Verwandte haben, dadurch neue Flecken bekommen können oder erstmals weiße Areale auf ihrer Haut bemerken. Das Fazit lautet: Wunden, Sonnenbrände und Schürfungen können der Pigmentierung stellenweise nachhaltig schaden zufügen, und sollten daher nach Möglichkeit unterbunden werden.