Vitiligo und der Darm

Der Darm ist unser wichtigstes Organ, wenn es um die Verdauung geht. Aber auch das Immunsystem ist zu großen Teilen über ihn gesteuert. Stimmt hier irgendetwas nicht, macht sich dies sofort durch Schmerzen und Unwohlsein beim betroffenen bemerkbar. Alle konsumierten Lebensmittel werden durch das Organ geführt, und von dort aus verwertet. Keine Frage also, dass auch Autoimmunerkrankungen indirekt mit einer gestörten Flora einhergehen. Vitiligo gehört zu diesen Erkrankungen und ist daher möglicherweise das direkte Resultat einer weiteren Krankheit oder Fehlfunktion im Körper. Welche entscheidende Einflüsse diese Umstände auf das Hautbild haben, klären wir in diesem Artikel auf.

Wie der Darm das Hautbild bei Vitiligo verändert

Am Aussehen der Haut können viele Mediziner feststellen, ob der Darm gesund ist oder nicht. Neben Vitiligo sind oft anderweitige Erkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis die Folge einer aus dem Gleichgewicht gebrachten Darmflora. Verantwortlich für ein Ungleichgewicht sind Lebensmittel, die in unverhältnismäßig großen Mengen konsumiert werden, wie beispielsweise Zucker. Aber auch Einflüsse von außen wie etwa durch verschmutzte Luft oder der wiederholte Kontakt mit giftigen Stoffen können hier durchaus schädigend wirken. Die im Organ lebenden Bakterien werden durch diese Faktoren in der Struktur der Besiedlung verändert, was sich langfristig fast immer in Form von gesundheitlichen Problemen zeigt.

Welche Erkrankungen sind am häufigsten?

Der Darm ist als Sitz des Immunsystems anfällig für eine Vielzahl von Problemen, die Vitiligo fördern könnten. Häufig sind Entzündungen, die sowohl temporär als auch chronisch verlaufen. Morbus Crohn ist hier das bekannteste Beispiel einer solchen Entzündung. Die typischen Anzeichen von Morbus Crohn sind Durchfall, Fieber und Schmerzen im unterem Bauchbereich. Die Ursachen sind, ähnlich wie auch die der Weißfleckenkrankheit noch teilweise unbekannt und ungeklärt. Man vermutet aber, und auch dies ist eine weitere Gemeinsamkeit, dass es eine starke genetische Komponente gibt. Darüber hinaus sind Umwelteinflüsse auf den Körper wohl ebenfalls die ersten Auslöser.

Vitiligo über den Darm behandeln

Es gibt hin und wieder Berichte, insbesondere aus dem amerikanischem Raum, dass Personen mit Vitiligo nach einer Behandlung des Darms teilweise sehr gut repigmentierten, also wieder ihre normale Hautfärbung wieder erhalten haben. Entscheidend ist hier neben einzelnen Anwendungen wie der Entgiftung oder Spülung, dass die Faktoren in der Ernährung umfassend abgestimmt sind. Einige gravierende Nachteile hat der Konsum von Industriezucker. Er sollte weitgehend reduziert und durch Zucker aus Obst und Gemüse ersetzt werden. Ähnlich verhält es sich mit Alkohol, welcher nur in geringen Maßen getrunken werden darf.

Warum die Ursachenbekämpfung von Vitiligo am Darm sinnvoll ist

Auch wenn durch die Therapie von Beschwerden am Darm sicher keine schnelle Heilung einer Vitiligo zu erwarten ist, bringt sie dennoch einige Vorteile mit sich. Eine Bestrahlungstherapie oder eine anderweitige Methode kann somit recht gut unterstützt und damit ein wesentlich rascherer Erfolg erzielt werden. Außerdem haben Studien gezeigt, dass durch weniger Toxine im Körper die Wahrscheinlichkeit, neue Flecken zu bekommen stark absinkt. Das allgemeine Hautbild verändert sich hierbei fast immer in eine positive Richtung.

Vitiligo ist direkt von der Gesundheit des Darms abhängig

Es ist in jedem Fall angebracht, sich bei Vitiligo auf etwaige Erkrankungen im Darm untersuchen zu lassen und diese dann schnellstmöglich zu behandeln. Nicht nur die Wahrscheinlichkeit für die Weißfleckenkrankheit kann auf ein geringes Restrisiko abgeschwächt werden, sondern auch andere Beschwerden verschwinden ebenfalls sehr oft.