Vitiligo: Was sind die Ursachen?

Vitiligo Ursache Die meisten betroffenen der Weißfleckenkrankheit beginnen früher oder später damit, sich nach der Ursache für ihre wachsenden weißen Hautflecken zu erkundigen. Oft wird dabei jedoch nur festgestellt, dass selbst die moderne Wissenschaft keine wirkliche Antwort auf den Ursprung der Krankheit hat. Man weiß jedoch, dass sowohl bei der Entstehung einer Vitiligo, als auch beim fortschreiten des Wachstums der Flecken mehrere Faktoren zusammenspielen. Mit Hilfe dieser Faktoren ist es möglich, den Auslöser - nicht den eigentlichen Ursprung - der hellen Flecken zu ermitteln.

Vermutungen für die Ursache von Vitiligo

Das Immunsystem einer von Vitiligo betroffenen Person arbeitet im Gegensatz zu gesunden Menschen sehr überaktiv. Eine verbreitete Annahme besagt, dass der Körper nicht nur Krankheitserreger und giftige Stoffe als schädlich wahrnimmt, sondern auch eigene Pigmentzellen. Das Abwehrsystem im menschlichem Organismus beginnt daraufhin, diese eigentlich gesunden und intakten Zellen zu zerstören und zu bekämpfen. In Folge dieses Vorgangs ist die Haut nicht mehr dazu in der Lage, Pigmente an betreffenden Stellen zu bilden, und sie bleichen anschließend nach und nach vollständig aus. Dieser Prozess wird auch als autoimmune Störung bezeichnet. Anders als häufig angenommen besteht hierbei kein Zusammenhang zum Albinismus, bei dem die Pigmentierung bereits von Anfang an vollständig fehlt.
Die Ursache für den Ausbruch der Weißfleckenkrankheit kann genetisch bedingt sein, aber auch Personen aus nicht vorbelasteten Familien können an Vitiligo erkranken. Über 30 Prozent aller betroffenen können auf weitere Fälle innerhalb der Familie oder der Verwandtschaft ersten Grades verweisen.

Stress als Ursache bei Vitiligo

Stress spielt allem Anschein nach eine wesentliche Rolle, und wird sogar als Ursache für ein schnelles voranschreiten einer Vitiligo vermutet. Emotionale und psychische Belastungen stehen dabei im Vordergrund, und entscheiden maßgeblich darüber, wie häufig neue Schübe auftreten. Es gibt mindestens 3 Arten von Stress, die sich in der Regel negativ auf den Verlauf von autoimmunen Krankheiten auswirken: Oxidativer, physischer und psychischer Stress. Um die Entstehung weiterer Flecken zu unterbinden, empfiehlt es sich also, möglichst darauf zu achten, dass neben dem beruflichem oder schulischen Druck im Alltag regelmäßig genügend Ausgleich und Entspannung stattfindet.

Wasserstoffperoxid verhindert die Pigmentierung

Zellgifte wie das Wasserstoffperoxid verhindern nachweislich die Bildung neuer Pigmente bei Vitiligo, gelten aber nicht als Ursache. Sie findet sich in der Haut von betroffenen in einer sehr ungewöhnlich hohen Konzentration wieder, und bleicht die Haut innerhalb von kurzen Zeiträumen aus. Darüber hinaus haben derartige Toxine viele weitere negative Auswirkungen auf den gesamten Körper. Wasserstoffperoxid wird vor allem durch oxidativen Stress und darüber hinaus zahlreicher weiterer begünstigenden Stoffe gebildet. Der natürliche Gegenspieler ist das Enzym Katalase - leider ist es bei Menschen mit Vitiligo nicht in ausreichenden Mengen vorhanden.

Wenig Katalase als Ursache für Vitiligo

Wie bereits erläutert kann sich Katalase in der Haut von Menschen, die an Vitiligo leiden, nicht mehr ordnungsgemäß bilden. Auch dieser Aspekt kann eine indirekte Ursache der Krankheit sein. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Mangel an Katalase eher die Folge verschiedener Fehler ist, die im Verlauf einer Erkrankung auftreten. Das Immunsystem verleitet die Zellen dazu, bestimmte Enzyme und Stoffe zu bilden, welche die Bildung von Katalase hemmen und behindern. Speziell zu dieser These gibt es bislang außer einigen Studien und Untersuchungen aber keine ausreichenden Belege oder Nachweise.

Ursache von Vitiligo - Resümee

Zwar sind die direkten Ursachen nicht vollständig bekannt und beruhen hauptsächlich auf Vermutungen, man weiß aber sehr genau welche Prozesse für die Entstehung der weißen Flecken zuständig sind. Anhand dieser Vorgänge ist es durchaus möglich, Vitiligo naturheilkundlich mit Erfolg zu behandeln.