Wann bricht Vitiligo aus?

Vitiligo ist ein wachsendes Problem, und dies gleich im doppeltem Sinne. Denn rund ein Prozent aller lebenden Menschen auf der Erde sind betroffen - dies entspricht einer Anzahl von mehr als 70 Millionen Personen! Zudem breitet sich die Krankheit aus, indem die Flecken wachsen und durch Neuentstehung. Die Erkrankung ist weitgehend ungefährlich und verursacht keine Schmerzen wie etwa Psoriasis oder Neurodermitis, wirkt aber sehr belastend auf die Psyche. Doch in welchem Alter bricht die Weißfleckenkrankheit am ehesten aus? Wir sind der Frage nachgegangen und zu einem eindeutigem Ergebnis gekommen!

Vitiligo: Die erste Lebenshälfte

Ein Viertel aller betroffenen sind bereits erkrankt, bevor sie das 10. Lebensjahr erreicht haben, viele davon sogar von Geburt an. Bei einem weiterem Viertel bricht die Krankheit aus, bevor sie 20 Jahre alt werden. Mehr als 70 Prozent aller Patienten weisen die typischen Symptome während der ersten Lebenshälfte auf. Diese Lebensphase scheint also eine besondere Bedeutung zu haben und oft entscheidend zu sein. Vermutlich sind dabei hormonelle Veränderungen und Schwankungen die ausschlaggebenden Faktoren. Diese kommen unter anderem während der Pubertät oder beim Eintritt in das Erwachsenenalter auf, und sind mitunter sehr stark.

Auch im Alter bricht die Krankheit aus

Aber auch im hohem Alter ist es nicht ausgeschlossen, dass Vitiligo ausbricht. Dies geschieht zwar verhältnismäßig seltener, ist aber keineswegs ungewöhnlich. Hier wird das Absterben der Zellen, welche für die Pigmentierung zuständig sind, durch weitere Umstände begünstigt. Dies ist am ehesten zu vergleichen mit dem Erscheinen von grauen Haaren, welches sich ebenfalls mit dem Absterben der Melanozyten erklären lässt. Einen Unterschied gibt es allerdings bei betroffenem im hohen Alter: Es handelt sich hierbei meist nicht um eine autoimmune Störung, wie bei jüngeren Patienten.

Vitiligo bricht aus: Kann man es verhindern?

Vitiligo zu unterbinden, bevor es ausbricht ist schwierig, da sie sich durch keinerlei Vorzeichen ankündigt. Erst, wenn die ersten Symptome, die hellen Flecken vorhanden sind, kann daraus eine sichere Diagnose gezogen werden. Oft wird der Hang zur Autoimmunkrankheit aber über die Genetik vererbt. Wenn also ein Familienmitglied betroffen ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, selbst zu erkranken. Eine basische Ernährung, die Vermeidung von Stress und der vorsichtige Umgang mit Sonneneinstrahlung reduzieren das Risiko erheblich. Ansonsten gibt es aber bislang keine weiteren Möglichkeiten, die Weißfleckenkrankheit noch vor dem Ausbruch zu erkennen und dann zu unterbinden.

Warum bricht Vitiligo eigentlich aus?

In erster Linie sind, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, die eigenen Gene schuld daran, dass Vitiligo ausbricht. Der vererbte Hang zu autoimmunen Störungen ist jedoch nur in den seltensten Fällen die einzige Ursache. Sehr häufig entstehen die Flecken nach starker und übermäßiger Sonneneinstrahlung, emotionalem Stress und Depressionen. Es entsteht im Körper ein Konflikt, bei welchem der Organismus gegen eigene Zellen und Strukturen vorgeht und diese bekämpft. Das Immunsystem erkennt in den für die Färbung verantwortlichen Melanozyten Fremdkörper und versucht, sie loszuwerden und abzutöten.

Wann Vitiligo ausbricht ist nicht entscheidend

Für den Erfolg einer Therapie und zur vollständigen Rückbildung der Flecken ist nicht ausschlaggebend, wann Vitiligo ausbricht. Viel wichtiger dagegen ist, wann die Behandlung erfolgt. Hier gilt: Je früher, desto größer die Chancen auf eine Heilung. Trotzdem sind auch spätere Maßnahmen nicht sinnlos: Untersuchungen haben gezeigt, dass ältere Flecken auf einige Bestrahlungstherapien deutlich besser anspringen als frische.